Impuls 06/2017:

Der Monatsspruch für den Monat Juni:

               Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
                                                                                                   Apostelgeschichte 5,29

Liebe Leser!
Vor gut 2000 Jahren waren führende Christen, weil sie das Evangelium von Jesus gepredigt haben, festgenommen worden. Sie hatten daraufhin eine Anhörung vor dem Hohen Rat, der ihnen schließlich verboten hat zu predigen. Hier (Apg 4,19) wird schon davon gesprochen: Sie können nicht anders, als Gott mehr zu gehorchen als den führenden Politikern.

Daraufhin hat man sie ins Gefängnis gesteckt. Gott öffnete die Türen, sie kamen frei und predigten am nächsten Tag wieder im Tempel von Jerusalem das Evangelium Jesu Christi.Worauf sie wieder festgenommen wurden. Diesmal wurden Petrus und Johannes schärfer bedroht. Doch die beiden antworten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Sicherlich haben wir gleich sämtliche Vorstellungen im Kopf, wenn wir daran denken, was Gott möchte. Ich bezweifle, dass es Gottes Wille ist, wenn ich mich nur damit beschäftige, welche Regeln ich einhalten soll. Zum befolgen von Regeln hat mich Gott sicherlich nicht geschaffen, und Euch auch nicht.
Ich vermute, dass wir uns oft daran stören, wenn jemand etwas tut, das wir selbst für falsch halten, z.B.: Ist es erlaubt am Sonntag Wäsche zu waschen oder Hausaufgaben zu machen? Ist der Nachbar in der Mittagspause wieder zu laut?
Aber spielt es eine Rolle, ob wir wissen was richtig und falsch ist, wenn es darum geht Gott gehorsam zu sein? Ich denke nicht nur. Es geht vielmehr darum, in der Gemeinschaft mit Gott zu leben und dass zu tun, was Jesus seinen Jüngern, bzw. uns aufgetragen hat: Predigt das Evangelium.
Den Menschen ihre Verfehlungen vorzuhalten, bringt sie nicht in die Gegenwart Gottes. Es gibt nämlich noch einen zweiten Vers, der uns hilft Gott gehorsam zu sein. Johannes 20,23: Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben. Wem ihr sie nicht vergebt, dem sind sie nicht vergeben.«
Ich bitte Gott um Vergebung, wie mir vergeben wurde. So lerne ich es auch im Vater unser (Mt 6).
Gott mehr zu gehorchen als den Menschen bedeutet: Den Menschen so gütig zu begegnen, wie Jesus es tat und ihnen zu sagen, dass er sich mit ihnen versöhnen will, egal was sie getan haben.
Der Mensch darf durch Jesus Christus Gemeinschaft mit dem Vater, mit Gott haben. Das ist das Evangelium. Wir dürfen davon erzählen, wie uns vergeben wurde.
Und wenn uns oder anderen untersagt wird von Jesus zu erzählen, dann müssen wir uns dem widersetzen. Darf also jemandem verboten werden, das Evangelium zu predigen? Nein. Es ist unser Auftrag.
Jetzt stellt sich uns noch die Frage, wie das Ganze passieren soll? Mit Liebe und unseren Gaben entsprechend. Ob Männer, Frauen oder Kinder, alle Jünger Jesu haben denselben Auftrag die Liebe weiterzugeben, die sie empfangen haben.
Lasst uns also miteinander entdecken, wie wir unseren Auftrag erfüllen können. Auf jeden Fall mit Gottes Hilfe.

 

Hagen Dammann, Pastor in der EFG Thalheim

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Darüber hinaus gehören weitere Gemeinden zu unserem Landesverband.


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