Impuls 05/2016:

„Davon darf bis zum Morgen niemand etwas übriglassen.“ sagte Mose. Auf dem Weg durch die Wüste hungerte das Volk. Gott ließ daraufhin jeden Tag das Manna, so eine Art Brotteig vom Himmel regnen, damit alle versorgt sind.

„Doch sie hörten nicht auf Mose“ heißt es im 2. Buch Mose 16, 13-21 weiter. „Sondern einige ließen etwas bis zum Morgen übrig. Aber es wurde wurmig und stank. Da geriet Mose in Zorn über sie. Sie sammelten es Morgen für Morgen, jeder so viel, wie er zum Essen brauchte. Sobald die Sonnenhitze einsetzte, zerging es.“

Wer konserviert, befürchtet, dass es morgen nichts mehr gibt. Doch Nahrung, die von Gott kommt, soll frisch verzehrt werden. Was das Volk Israel ganz physisch erlebt, können wir auch erfahren, wo Gott geistlich ernährt.

Ein emotional tiefgehendes Erlebnis, in dem Gott begegnet, kann man versuchen innerlich festzuhalten und zu konservieren. Aber es wird doch nicht ein Leben lang ernähren können. Lebendiger Glaube braucht immer wieder neu die Ausrichtung auf Gott. Die Beziehung zu ihm muss sich immer wieder erneuern und somit auch verändern.

Eine einst erlangte Erkenntnis darüber, wie Gott ist oder was Glauben ist, wird nicht auf immer und ewig bestand haben. Gott schenkt immer wieder neue Erfahrungen mit ihm, die herausfordern, Bisheriges zu überdenken.

Es gibt keine geistliche Nahrung aus der Konserve. Sie würde anfangen zu gammeln. Sondern Gott schenkt Nahrung immer frisch zum Verzehr. Glaube bewahrt daher nicht, verschließt sich nicht, erhält nicht den Status Quo. Sondern Glaube öffnet, schaut gen Himmel und empfängt. Jeden Tag neu.
Auf allen Wegen unseres Lebens also und bei allen Fragen, vor denen wir stehen, halten wir nicht an den Antworten von gestern fest, aus Befürchtung, dass wir außer ihnen sonst nichts weiter hätten. Wir verschließen uns nicht vor Veränderungen. Sondern wir erwarten vertrauensvoll von Gott, dass er uns heute und auch morgen gibt, was wir zum Leben brauchen. Er schenkt auch heute frische Nahrung, passende Antworten, die richtige Wegweisung.

Antonio Israel

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Darüber hinaus gehören weitere Gemeinden zu unserem Landesverband.


Enttäuschung und Schmerz über die angestrebte Trennung

Mit seinem Beschluss, eigene Körperschaftsrechte anzustreben, hat das CFD den Weg bereitet, sich vom BEFG zu trennen und eine eigene Freikirche zu gründen. .

16.04.2024

Zukunft gestalten

Am 13. April tagen fünf Landesverbände und vom 12. ...

11.04.2024

nach oben