Dezember-Andacht

Impuls 12/2017:

Woher – wohin?

melbourne1Im Hof des Imigrationsmuseum Melbourne stehen in einem flachen Wasserbecken tausende Namen von Immigranten. Natürlich hat es uns interessiert, ob „unsere“ Baptisten dort auch bekannt sind. Bruno ist nämlich vor 63 Jahren eingewandert. Daraus hat er eine Gewohnheit abgeleitet. Wenn er in der Stadt, am Strand oder im Naturschutzgebiet einen Menschen traf, sprach er ihn an: „Where are you from?“, „Wo kommst du her?“ Bunt waren die Antworten. Aber nur eins war sein Ziel: Sehr bald sprach er mit seinem neuen Bekannten über den Glauben und lud ihn, wenn es passte, in seine Gemeinde ein.

Brunos Frage war Zeichen von Kontaktfreudigkeit und Missionseifer. In Joh. 1, 46 ist die Herkunftsfrage aber für den Glauben grundlegend: Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen! Allerdings war das zu oberflächlich; nicht nur, weil Jesus ja in Bethlehem geboren ist, sondern Kap. 8, 42 blickt weiter: denn ich bin von Gott ausgegangen und komme von ihm.
Damit wird auch die Frage nach unserer Herkunft weiter geführt: 1. Mo. 1, 27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, und er weiß, was für ein Gebilde wir sind (Ps. 103, 14).

In diesem Jahr ist Bruno heimgegangen. Nun höre ich von ihm eine andere Frage: „Where are you going“ „Wohin gehst du?“
Und wieder ist unser Retter an unserer Seite: Zu Lebzeiten erklärte er Joh. 14, 2: Ich gehe zum Vater. Sterbend rief er laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände (Lk. 23, 46)!
Where are you going? Wohin gehst du...
- im Augenblick
- zur Arbeit
- in Urlaub
- in eine neue Wohnung
- zum Gottesdienst?
Die Frage ist aber noch weiterreichender. Augustin bekennt Confessiones 1, 1:
"Fecisti nos ad te, domine, et inquietum est cor nostrum donec requiescat in te." - "Geschaffen hast du uns auf dich hin, o Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir."
Auf Brunos Nummernschild war viele Jahre zu lesen: Victoria – the place to be: Victoria - der Ort zum Sein. Daran angelehnt lautet seine neue Frage: „Where will you be?“ „Wo wirst du sein?“ In seinem Arbeitszimmer habe ich mal eine Trompete bemerkt. Sofort setzte er sie an und probierte, ob er noch einen Ton herausbrächte. Es ging: Wo wirst du sein, wenn die Posaune erschallt? Ein alter Bruder hat sich für seine Beerdigung das Lied gewünscht „Meine Heimat ist dort in der Höh“. Das ist ein berechtigtes Ziel, denn Jesus Christus sagt Joh. 14, 2: In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Und der Vater bittet Psalm 90, 3: Kommt wieder, Menschenkinder!

IMG 0132 1vor 30 Jahren gebastelt – in Aborigin-Centre bemalt – gekauft

Fast scheint es so, als hätte der Psalmist schon den Bumerang gekannt (immerhin sind auch auf den anderen Kontinenten welche gefunden worden). Wenn es einer von der richtigen Art ist und wenn er geschickt geworfen wird, dreht er sich schnell um seine Achse und fliegt im großen Bogen nach oben und im großen Bogen zurück zum Werfer, der ihn zwischen den Händen auffangen kann. Ähnlich wartet der himmlische Vater darauf, dass er seine geliebten Kinder nach der Erdenwanderung wieder in seine Arme schließen kann.
Wohin? In seine Arme! Adieu (=zu Gott)!

e1wo-her,-hin?

 

Pastor Werner Dietrich, Pastoren in Ruhe

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.


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