Impuls 04/2016:

Liebe Leser!

Es gibt eine Geschichte, die beeindruckt mich, weil sie mich, jedes Gemeindeglied, die Gemeinde, sowie unseren Landesverband herausfordert. Ich möchte sie Euch nun weitergeben Leider habe ich dazu keine Quellenangabe und schreibe sie aus meiner Erinnerung auf.

Ein Gast besuchte einst eine Synagoge. Ihm fiel auf, dass die Besucher, als sie in den Versammlungssaal gingen, an einer bestimmten Stelle einen Knicks machten. Der Gast war begeistert. Soviel Ehrfurcht vor Gott hatte er bisher in kein anderer Synagoge entdeckt, die er besucht hat. Er sprach darauf mit dem Rabbi und fragte ihn, warum ausgerechnet an dieser Stelle die ganzen Besucher sich vor Gott neigten, während in den anderen Reihen sich die Besucher aber nicht verbeugten? Der Rabbi konnte ihm keine Antwort darauf geben und verwies ihn an einen sehr alten Besucher der Synagoge, der auch jahrelang Rabbi war. Dieser alte Mann hat darauf hin erzählt, dass an dieser Stelle früher einmal ein Ofenrohr über den Gang hing. Man kam gar nicht in die Reihen, ohne sich dort zu verbeugen und unter das Ofenrohr durchzugehen.

Ich mag die Geschichte, weil sie mir immer hilft mein Denken und Handeln zu hinterfragen. Manchmal erkenne ich bei gewissen Themen, dass ich mich gar nicht mehr verbeugen brauch, weil das Ofenrohr ja schon längst weg ist.

Ich wünsche mir, dass wir als Kinder Gottes erkennen, wo wir uns verneigen und erkennen, dass dies im übertragenden Sinn gar keine geistliche Übung ist, wie in der Geschichte, sondern ein Relikt aus einer vergangenen Zeit. Und wir haben vergessen, warum wir etwas tun. Allerdings freue ich mich über viel Gutes, was ich in den Gemeinde und im Landesverband erleben darf. Es wird gefragt, wie der Weg ist, wohin wir als Gemeindeverband gehen sollen. Wie können wir Impulse
setzen. Auch das GJW fragt nach, wie heutzutage Jugendarbeit und Vernetzung gelingen kann. Ich finde das sehr positiv. Es gibt viele Ofenrohre, die jedoch gar nicht mehr vorhanden sind, vor denen wir uns aber immer noch verbeugen. Vielleicht schaffen wir es, diese nicht mehr existenten Rohre zu erkennen.

Wir dürfen den Menschen die Freundlichkeit Gottes und seine Liebe zu den Menschen nicht gegen alte Ofenrohre eintauschen. Lasst uns gemeinsam weiterhin den Weg der Liebe gehen. Jesus ist selbst Weg, Wahrheit und Leben. Auch der Monatsspruch für April ist uns eine Hilfe, zu erkennen, was wir als Kinder Gottes sind: eine königliche Priesterschaft. Was war die Aufgabe der Priester? Die Menschen zu Gott zu führen! Und hier sind alle gemeint, Männer und Frauen, Jungs und Mädchen, Alte und Junge, Haupt- und Ehrenamtliche etc. Die Geschichte vom Ofenrohr hilft mir, dies mir immer wieder vor Augen zu holen.

Ich hoffe, Euch geht es genauso.

Hagen Dammann

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. Darüber hinaus gehören weitere Gemeinden zu unserem Landesverband.


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