Jahreslosung 2017

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Reformationsausstellung des Bundes in Freitaler Schule

Für die Woche vor dem Reformationstag 2017 hatte ich schon vor längerer Zeit die Ausstellung unseres Bundes „Reformation - da geht was“ für unsere 0001freie Oberschule in Freital gebucht. Dort gebe ich als Pastor regelmäßig ein paar Stunden Religionsunterricht in der Woche. Obwohl auf dieser Schule etliche Lehrer und Schüler wenig bzw. gar nichts mit dem christlichen Glauben zu tun haben, haben wir uns im Lehrerkollegium entschlossen, eine ganze Projektwoche zum 500jährigen Reformationsjubiläum in diesem Jahr durchzuführen.

Das alleine war schon großartig! In allen Schulfächern sollte die Reformation anklingen. In Musik probten die Schüler alte Lutherchoräle, die selbst die Musiklehrerin noch lernen musste. In Hauswirtschaft kochten die SchülerInnen wie zu Luthers Zeiten. Es gab eine Theatergruppe, die Lutherszenen probte, eine Gruppe von Mädels, die mittelalterliche Tänze einstudierte, während kräftige Jungens Kulissen für das Theaterstück zimmerten und anmalten. Und dazu ich als Religionslehrer, der die SchülerInnen mittels eines Fragbogens auf Entdeckertour losschickte, um ihnen etwas über die Reformation in Europa und ihre Auswirkungen nahezubringen.
0002Da ging es natürlich nicht allein um Martin Luther, sondern auch um die Schweizer Reformtoren und auch die Täufer, aus denen ja dann auch wir Baptisten hervorgegangen sind. Mit einer Broschüre, in der alle 7 Tafeln der Ausstellung noch einmal ausführlich erklärt sind, konnte ich mich gut vorbereiten und den Fragebogen entwickeln. Einige Lehrer haben sich für diese Broschüre interessiert und sie auch gerne persönlich angenommen. Mich haben zwei Dinge in dieser Woche fasziniert! Einmal war ich noch einmal persönlich berührt von den wunderbaren Segensspuren, die die Reformation hinterlassen hat. Ihre ungeheure Kraft und Auswirkung nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und dann weltweit. In diesem so ereignisreichen 16. Jahrhundert hat sich damals die Reformation über Deutschland, die Schweiz, die Niederlande, England, Skandinavien bis in die „Neue Welt“ nach Amerika ausgebreitet. Und mit ihr ein Gedankengut, das uns bis heute prägt. Etwa die Glaubens- und Gewissensfreiheit, die 1661 zum 1. Mal deklariert wurde und dann in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der UNO eingeflossen ist. Oder die Übersetzung der Bibel, die heute schon ganz oder in Teilen in über 3000 Sprachen und Dialekten vorliegt und „von jedermann“ gelesen werden kann. So ist die Freiheit des Glaubens, die Religionsfreiheit, ein hohes Gut, das wir dankbar wertschätzen sollten, denn nicht immer in unserer Geschichte war das unserem Volk so gegeben. Man wurde vor der Reformation und auch noch danach wegen eines „ketzerischen“ Glaubens verfolgt, gefoltert und grausam hingerichtet. Dieses Diktat einer bestimmten Religion hat sich aber durch die Reformation doch letztlich zumindest in Europa „erledigt“ und hat schließlich zu der erklärten Religionsfreiheit in unserem Grundgesetz geführt.

Mich hat aber noch eine andere Sache stolz gemacht, nämlich die Lehrer und Schüler unserer Schule, die sich mit so viel Engagement auf das Thema „Reformation“ eingelassen haben. Wie sie für das abschließende große Reformationsfest geübt haben! Und es hat sich gelohnt: Um die 300 Personen, Schüler mit ihren Eltern und mitgebrachte Freunde, drängelten sich in den engen Gängen der Schule, um das Fest mitzuerleben. Etwa um Schmalzbrote und Steckrübensuppe in den „Lutherstuben“ zu schmausen. Oder den Schülerchor mit ca. 30 Leuten zu hören, die „Ein feste Burg ist unser Gott“ schmetterten.

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Die LehrerInnen waren hin und weg von dem großen Zuspruch, war es doch das erste Projekt dieser Art, und dass trotz wenig öffentlicher Werbung. Ich meinte zu meinen KollegenInnen: „Da müssen die SchülerInnen ja schon zu Hause ganz positiv von unserer Projektwoche geredet haben, sonst wären nicht so viele Eltern heute Abend hier!“ Sowas macht Lust auf mehr! Ein gemeinsames Projekt schweißt alle zusammen, man lernt sich besser und näher kennen, freut sich an dem gemeinsamen Erfolg! Ein Lehrer sagte mir, das war für mich selbst das größte Lob: „Danke, Herr Platzek, dass Sie dieses Projekt angestoßen haben!“ Ich hoffe, dass nun doch irgendetwas früher oder später von der Reformation damals in Europa bei Lehrern und Schülern hängenbleibt. Denn es lohnt sich, ´mal den segensreichen Spuren dieser Reformbewegung damals nachzuspüren. Und da doch viele zufrieden und glücklich waren, ist die Chance groß, dass sie sich gerne an dieses Projekt zurückerinnern!

Rainer Platzek, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde

(Die Rechte an den Bildern sind von den Personen eingeholt worden!)

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.


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